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Flutter oder Expo, und warum beides.

Werkstatt5 Min. Lesezeit

Sehnsucht läuft auf Flutter, Mein Hermann auf Expo. Das ist keine Unentschlossenheit, sondern das Ergebnis von zwei sehr verschiedenen Anforderungen.

Die Startseite von lifad.world, Ankündigung Live in Kraków

Die Frage kommt regelmäßig per Mail. Warum nutzt eine einzelne Person zwei verschiedene Frameworks, statt sich auf eines festzulegen? Die kurze Antwort lautet, weil die beiden Apps unterschiedliche Dinge sein wollen.

Sehnsucht will eine eigene Welt sein

Die App zur Plattform lifad.world hat ein sehr eigenes Gesicht. Dunkel, ruhig, mit einer Bildsprache, die aus der Fanwelt kommt und nicht aus einem Systembaukasten. Flutter zeichnet jedes Element selbst. Das heißt, die App sieht auf jedem Gerät gleich aus, weil sie sich nichts vom System leiht.

Der Preis dafür ist Arbeit. Alles, was ein System sonst mitbringt, muss selbst gebaut oder bewusst nachempfunden werden. Für eine App, die ohnehin eine eigene Welt sein soll, ist das kein Verlust, sondern der Punkt.

Mein Hermann will sich anfühlen wie das Telefon

Beim Sauerteig ist es umgekehrt. Die App soll sich wie ein Teil des Systems anfühlen, mit Benachrichtigungen, die zur richtigen Zeit kommen, und Bedienung, die man nicht lernen muss. Expo bringt genau das mit, dazu eine Codebasis für iPhone und Android und eine Auslieferung, die ich abends nebenbei starten kann.

Das Werkzeug folgt dem Produkt. Nicht umgekehrt.

Die Regel dahinter

  • Eigene Oberfläche, die überall gleich aussehen soll, spricht für Flutter
  • Systemnähe, Benachrichtigungen und schnelle Auslieferung sprechen für Expo
  • Alles, was im Browser gefunden werden muss, wird Next.js
  • Eine reine Informationsseite wie diese hier bleibt statisches Astro

Zwei Werkzeuge zu pflegen kostet Zeit, das stimmt. Aber jede Woche gegen ein Framework zu kämpfen, das nicht zum Produkt passt, kostet mehr.